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Referenzobjekt

Wo die sensiblen Riesen wohnen - Neues Elefantenhaus im Thüringer Zoopark Erfurt

Mit der 2014 fertiggestellten Elefantenanlage bekamen Safari und Chupa, die afrikanischen Elefanten im Thüringer Zoopark Erfurt, ein neues Heim. Für die Dickhäuter waren massive Betonwände notwendig.

Elefanten wohnen einfach anders. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um indische oder afrikanische Elefanten handelt. Letztere sind durch die Zergliederung und Zerstörung ihres natürlichen Lebensraums stark gefährdet. Auch aus diesem Grund entschloss man sich im Thüringer Zoopark Erfurt, eine neue Elefantenanlage zu bauen. Auf einer Fläche von 15.000 Quadratmetern entstand nach den Plänen der MKK-Architekten, Schwerin, eine Elefantenanlage nach neuestem Standard für artgerechte Haltung. Im weitläufigen Areal thront weithin sichtbar das Elefantenhaus.

Viel Platz im Elefantenhaus

In der neuen Anlage können bis zu sieben erwachsene Tiere – ein Bulle und sechs Kühe – sowie deren Nachwuchs gehalten werden. Eine Schleuse verbindet Kuhlaufstall, Bullen-laufstall mit dem Hauptzugang zum Außengehege. Theoretisch lassen sich alle Laufställe miteinander verbinden. Natürlich können sowohl die Bullen als auch die Kühe direkt aus ihren Boxen in das Außengelände gelangen. Während der Kuhlaufstall so erbaut wurde, dass er von den Besuchern unmittelbar einsehbar ist, ermöglicht ein Fenster den Blick in den Bullenlaufstall.

Massiver Baustoff notwendig

Nicht nur die Dimensionen des Elefantenhauses, sondern auch das verwendete Baumaterial musste den besonderen Anforderungen durch die „Bewohner“ angepasst werden. Das Elefantenhaus ist als ein- bis zweigeschossiger Stahlbetonbau mit einer Fläche von 2.145 m² ausgeführt. Auf felsigem Untergrund flach gegründet, steht das Bauwerk auf Streifenfundamenten. Auf Grund der Gipsvorkommen im Boden kam für die Fundamente ein Zement CEM III/B 42,5 N SR3/HS aus dem OPTERRA Werk Karsdorf zum Einsatz.

Überdimensionale Matrizen

Die bis zu elf Meter hohen, geschwungenen Wände sind in Sichtbeton ausgeführt. Im Bereich des Vorgeheges gestaltet sich die Fassade als Strukturbeton. Hierbei kam eine holzstabartige Matrize in abgestuften Breiten und Tiefen zum Einsatz. Auch das Innere des Gebäudes wird durch abgerundete Wände bestimmt. Für die Innenwände kam die natürlich anmutende Matrize „Columbia“ zum Einsatz. Sie lässt die Betonoberfläche der massiven Wände, die mit einem CEM II/A-LL 42,5 R erstellt wurden, faltig erscheinen und erinnert sehr stark an die markante Optik einer Elefantenhaut.

Im Sommer 2014 konnte die acht Millionen teure Elefantenanlage fertiggestellt werden. Bereits im September zogen Safari und Chupa, die beiden Afrikanischen Elefantenkühe des Thüringer Zooparks Erfurt, in das neue Domizil ein. Mit der neuen Elefantenanlage ist nicht nur der Erfurter Zoo um eine Attraktion reicher. Offensichtlich fühlen sich auch die sensiblen Dickhäuter in ihrer neuen Umgebung sehr wohl.

Weitere Informationen

Bauherr:

Landeshauptstadt Erfurt/Thüringer Zoopark Erfurt

Baudaten:

Baufirma Riedel Bauunternehmen GmbH & Co. KG, Erfurt  

Betonlieferant:

K + B Kies und Beton GmbH, Erfurt  

Zement:

  • CEM II/A-LL 42,5 R aus dem OPTERRA Werk Karsdorf