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Referenzobjekt

Rekord für neue ICE-Brücke – Froschgrundseebrücke

Die Talbrücke Froschgrundsee ist Teil der im Bau befindlichen ICE Neu- und Ausbaustrecke zwischen Nürnberg und Berlin.

Mit einer Bogenspannweite von 270 Metern werden sie und die benachbarte Grümpentalbrücke nach ihrer Fertigstellung die größten Betonbogenbrücken Deutschlands und die am weitest gespannten Eisenbahnbogenbrücken Europas sein. Der Froschgrundsee ist ein Hochwasserrückhaltebecken und liegt etwa zehn Kilometer nördlich von Coburg inmitten eines Naturschutzgebiets. An seinem nord-westlichen Ende wird er von der 789 Meter langen und 65 Meter hohen Talbrücke überspannt. Damit sich das Bauwerk optimal in das Naturschutzgebiet einfügt, wurde ein weit gespannter Bogen gewählt.

Kämpferfundamente 12 Meter tief auf Fels gegründet


Die Brückenpfeiler sind als Stahlbetonhohlquerschnitt ausgeführt und überwiegend auf Bohrpfählen gegründet. Die beiden Kämpferfundamente wurden bis zu 12 Meter tief auf Fels gegründet. Hierfür war eine überschnittene Bohrpfahlwand mit einem Durchmesser von ca. 23 Metern notwendig, bevor mit dem eigentlichen Betonieren des Kämpfers begonnen werden konnte. Die Kämpfer, mit 7,4 Metern Länge und 6,5 Metern Breite wahre Schwergewichte in der Betonwelt, tragen den Bogen.

Brückenbogen überspannt in 65 Metern Höhe das Tal


Mit einem Achsabstand von 270 Metern und einer lichten Höhe von rund 65 Metern überspannt der Brückenbogen, der im Freivorbau mit Hilfsabspannung hergestellt wurde, das Tal. Der Bogen wurde in Abschnitten von fünf Metern als begehbarer Hohlkasten in einem Guss betoniert. Dafür war eine aufwendige Innenschalung erforderlich.

In Fünf-Meter-Abschnitten kletterte die Schalung an beiden Seiten nach oben. Für den Betoneinbau waren nicht nur eine 36-Meter-Pumpe, sondern auch aufwendige Rohrverlängerungen bis zur Einbaustelle erforderlich.

798 Meter langer Überbau


Gleichzeitig wurde mit der Herstellung des 798 Meter langen Überbaus begonnen. Dieser besteht aus einem einzelligen Stahlbetonhohlkasten, der in drei miteinander gekoppelten Abschnitten hergestellt wird. Er wurde im Taktschiebeverfahren mit einem Wochentakt von bis zu 30 Metern eingeschoben. Für die Pfeiler, den Bogen und den Überbau kamen Zemente von OPTERRA zum Einsatz.

Weitere Informationen

Bauherr:

DB Netz AG Auftraggeber: DB ProjektBau GmbH, Erfurt

Bauausführung:


Adam Hörnig Baugesellschaft, Aschaffenburg

Betonlieferant:

BETON hotline Handels GmbH, Rödental

Beton/Zement:

  • Pfeiler : C 35/45, CEM II/B-S 42,5 N 
  • Bogen: C 45/55, CEM I 42,5 R 
  • Überbau: C 40/50, CEM I 42,5 R