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Referenzobjekt

Emotion und Flexibilität - Multifunktionsarena für Erfurt

Als Leichtathletik- und Fußballstadion blickt das Erfurter Steigerwaldstadion auf eine glanzvolle und abwechslungsreiche Geschichte zurück. In 2015 wurde das traditionsreiche Steigerwaldstadion nach einem Entwurf der HPP Architekten Düsseldorf bei laufendem Betrieb erneuert und erweitert. Gemeinsam mit der Köster GmbH, Osnabrück, erhielt man den Auftrag zur Umgestaltung bereits im November 2014. Pünktlich zum Auftakt der Saison 2016/2017 konnte die neue Multifunktionsarena im Sommer 2016 fertig gestellt werden.

Kombination aus Bestand und Neubau

Mit der Erneuerung und dem Neubau umfasst das Stadion jetzt 18.500 Plätze und zählt damit zum zweitgrößten Stadion Thüringens. Mit den Erweiterungsbauten ist das Spielfeld von allen Seiten von Einrangtribünen mit Überdachung umgeben. Mit der an den rückwärtigen Seiten weitgehend geschlossenen Tribünenanlage haben die Architekten gleich drei wichtige Aufgabenstellungen gelöst. Zum einen sorgt die wie ein „Kessel“ ringsum geschlossene Tribüne für eine stimmungsvolle Atmosphäre, zum anderen verhindert sie Schallprobleme und Durchzug auf den Sitzplätzen. Mit der Promenade führt ein breiter Fußgängerweg um das Stadion. Er ist durch die Tribünen in weiten Teilen witterungsgeschützt und dient als barrierefreie Erschließung des Stadions. 

Besonders herauszuheben ist die Osttribüne mit dem dahinterliegenden neuen Hauptgebäude. Hier sind alle wesentlichen Funktionen von den Umkleiden, den Presse- und Businessbereichen über die Büros des Betreibers, dem Cateringbereich bis hin zu den Räumen für die Ver- und Entsorgung untergebracht.

Zeitvorteil durch Betonfertigteile

Um im eng gesteckten Zeitrahmen möglichst zügig und weitgehend witterungsunabhängig vorgehen zu können, entschied man sich für den Einsatz von Betonfertigteilen. Aus diesem Grund beauftragte die Bietergemeinschaft HPP Architekten und Köster GmbH die die ortsansässige BFE Beton Fertigteilbau Erfurt GmbH mit der Herstellung und Montage der notwendigen Fertigteile. Insgesamt 150 Stützen, 228 Wände, 960 Zwischenbalken, 70 Unterzüge sowie 420 Stufen produzierten die Betonfertigteilespezialisten für die neue Tribünenanlage. Allein die Zahnbalken und Stützen mit einer Höhe von 15 bis 16 Metern ergeben in Summe ein Gewicht von 7.680 t und benötigten rund 5.000 m3 Beton. Selbstverständlich sind alle sichtbaren Betonoberflächen in entsprechender Sichtbetonqualität ausgeführt. Je nach Anforderung an die Betonfertigteile kamen als Zemente CEM I 42,5 R und CEM I 52,5 R (ft) der OPTERRA Zement GmbH, Werk Karsdorf, zum Einsatz.

Identität im Arenainnenraum

Das neue Stadiondach verkörpert die architektonische Idee und bildet die Arena im Außenraum ab. Gleichzeitig musste die neue Stadionüberdachung mit dem markanten Dach der Westtribüne harmonieren. Die neuen Sitze des Stadions sind wahlweise rot oder weiß. Im Gesamtbild ergibt sich so eine rot-weiß gepixelte Tribünenansicht, die nicht nur die Farben des Freistaats Thüringen und des Deutschen Leichtathletikverbandes, sondern auch die des FC Rot-Weiß Erfurt vereint.

Weitere Informationen

Bauherr:

Landeshauptstadt Erfurt

Architekten:

HPP Architekten Düsseldorf 

Bietergemeinschaft:

HPP Architekten und Köster GmbH Köster GmbH, Osnabrück

Betonfertigteile: 


BFE Beton Fertigteilbau Erfurt GmbH 

Ortbeton:


K+B Kies und Beton GmbH, Erfurt und Berger Beton GmbH, Erfurt 

Zement:


OPTERRA Zement GmbH, Werk Karsdorf