anspruchsvoller-zement-fuer-eine-schnelle-verbindung
Zurück zur Übersicht
Referenzobjekt

Anspruchsvoller Zement für eine schnelle Verbindung

Die ICE Neu- und Ausbaustrecke zwischen München und Berlin ist eines der ehrgeizigsten Infrastrukturprojekte der Deutsche Bahn AG.

Das „Verkehrsprojekt Deutsche Einheit" soll die Fahrtzeit zwischen den beiden Städten auf weniger als vier Stunden verkürzen.

Im Streckenabschnitt zwischen Erfurt und Halle/Leipzig befinden sich drei Tunnel, darunter der Finnetunnel. Er wird mit ca. 6.825 Metern der längste Eisenbahntunnel Ostdeutschlands sein. Das Projekt sieht den Neubau von zwei eingleisigen Tunnelröhren vor, die in einem Abstand von 25 Metern parallel verlaufen. Alle 500 Meter werden die beiden Röhren mit einem Rettungsstollen verbunden.

96.000 m³ Beton der Klasse C 40/50

Der Tunnel wird mit einer Tunnelbohrmaschine im Schildvortriebsverfahren ausgehöhlt und mit einer Tübbing-Innenschale, die aus Stahlbetonelementen besteht, ausgekleidet. Dazu wurde eine Feldfabrik errichtet, welche die 48.000 Tübbinge direkt auf der Baustelle produziert. Bei der Herstellung dieser Stahlbetonteile ist exakte Maßarbeit gefragt - die Toleranzen für die elf Tonnen schweren Elemente liegen im Zehntelmillimeter-Bereich. Für die Tübbing-Produktion werden rund 96.000 m³ Beton der Güteklasse C 40/50 in Sichtbetonqualität benötigt. Dafür kommt ein Portlandhüttenzement CEM II/A-S 52,5 R von OPTERRA zum Einsatz. Dieser Zement bietet aufgrund seiner Zusammensetzung, seiner Verarbeitbarkeit und seiner Festigkeitsentwicklung gute Voraussetzungen für einen „Ganzjahreszement" im anspruchsvollen und sensiblen Prozess der Tübbing-herstellung.
  
Spezialzement für extreme Bedingungen


Im Bereich der „Finnestörung", wo der Tunnel unter dem Grundwasser liegt, werden an die Zusammensetzung des Tübbingbetons besondere Anforderungen gestellt. Um diese zu erfüllen, kommt ein Hochofenzement CEM III/B 42,5 N-LH/HS/NA zum Einsatz. Neben den besonderen Eigenschaften: „hoher Sulfatwiderstand" (HS) und „niedriger wirksamer Alkaligehalt" (NA), zeichnet sich der Zement durch eine geringe Hydratationswärmeentwicklung bei gleichzeitig guter Festigkeitsentwicklung aus. Dadurch wird die Gefahr der Bildung von Temperaturspannungsrissen erheblich vermindert. Der CEM III/B 42,5 N-LH/HS/NA wurde im Zementwerk Karsdorf speziell für diese Bedürfnisse entwickelt und entsprechend angepasst.

Weitere Informationen

Auftraggeber:

Deutsche Bahn AG

Bausführende Unternehmen:


ARGE Finnetunnel: Wayss & Freytag Ingenieurbau AG,
Max Bögl Bauunternehmung GmbH & Co. KG,
Porr Technobau und Umwelt AG

Beton:


C 40/50 Mobil Baustoffe GmbH, Reichenfels, Österreich

Zement:

  • CEM II/A-S 52,5 R
  • CEM III/B 42,5 N-LH/HS/NA