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OPTERRA_Forum_1_16

OPTERRA SPEZIAL 20 | OPTERRA FORUM | 1 - 2016 Abbildung 5: Rüttel-Proctor-Versuch zur realitäts- nahen Prüfung von erdfeuchten Betonmischungen im Labormaßstab 70,0 60,0 50,0 40,0 30,0 20,0 10,0 0,0 Versuchsnummer im Werksversuch V130 V131 V132 V133 V134 Blaine-Wert [cm 2/ g] Druckfestigkeit am Normmörtel [N/mm 2 ] 5000 4800 4600 4400 4200 4000 3800 Abbildung 4: Auswahl der Festigkeiten an den durchgeführten Norm- mörteluntersuchungen aus den Mahlungen im Zementwerk (die Versuchs- nummern unterscheiden sich in der Feinheit, im Hüttensandanteil und im Mischungsverhältnis Zementklinker zu Hüttensand). >> Die Proben V130 und V134 wurden anschließend in erd- feuchten Betonen im Labormaßstab untersucht. In Betonuntersuchungen wurden zum einen die Festig- keit und zum anderen die Oberflächenqualität sowie Verarbeitungseigenschaften an möglichst realitätsnahen Mischungen geprüft (Abbildung 5). Der Betonwarenzement wurde in Betonrezepturen mit einem CEM I 42,5 R und einem CEM II/A-M (S-LL) 52,5 R verglichen. Dazu wurden Festigkeiten an genormten Würfeln er- mittelt. Die Prüfung des Verarbeitungsverhaltens erfolgte dagegen mit einem nicht genormten, dafür aber der Praxis entnommenen Verfahren (Rüttel-Proctor-Verfahren). Die Prüfer füllten eine Würfelform mit Aufsatz mit dem frischen Beton und verdichteten ihn auf einer Rüttelplatte. Ein Auflastgewicht (vereinfacht ein Betonwürfel) diente zusätzlich dazu, den frischen Beton über eine definierte Rüttelenergie weiter zu verdichten. Mit diesem System wird die Herstellung von Pflastersteinen nachempfunden, die in einer Pflastersteinmaschine ebenfalls durch ein Auflastge- wicht und Rüttelenergie verdichtet werden. Natürlich sind die Verdichtungsenergien im Labor deutlich geringer als im Betonwarenwerk. Gleichwohl lassen sich Rückschlüsse auf das Verarbeitungsverhalten eines Betons ziehen. Das Verfahren kommt in der OPTERRA Anwendungsberatung häufig zum Einsatz und kann auch zur Optimierung von Betonrezepturen unserer Kunden genutzt werden. Ein weiterer Vorteil des Rüttel-Proctor-Verfahrens liegt darin, dass der Wassergehalt oder die Gesteinskörnung von Betonmischungen optimiert werden kann. Abbildung 6 zeigt den Zusammenhang zwischen dem Wassergehalt im Beton und der Packungsdichte. Die Packungsdichte ist gleichbe- deutend mit dem Feststoffvolumen der Betonmischung. Bei der Prüfung mehrerer Betonmischungen mit unterschied- lichen Wassergehalten, ergibt sich im Diagramm eine Kurve mit einem Maximum (hier bei rd. 13 Vol.-% Wassergehalt). Dieses Maximum zeigt i. d. R. die optimale Betonrezeptur und deren Wassergehalt. Links vom Maximum fehlt noch Wasser im System. Es sind nicht alle Poren gefüllt und die Packungsdichte nicht optimal. Pflastersteine würden eine porige Oberfläche aufweisen und die Festigkeit wäre ebenfalls nicht ausreichend. Rechts vom Maximum ist zu viel Wasser vorhanden, das sich als Überschusswasser vom Probekörper absetzt. Pflastersteine würden in diesem Fall „bauchen“. Festigkeit und Dauerhaftigkeit würden ebenfalls sinken. 2d 14d 28d Blaine [cm2 /g]

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