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12 | LAFARGE FORUM | 1/2014 LAFARGE FOKUS Nach dem Entwurf der MKK-Architekten aus Schwerin besteht die Anlage aus einer großzügig gestalteten „Dornenbuschsavanne“ mit Suhlen, Bademöglichkeiten, Felsen und Schattenplätzen. Wie ein Fels thront weithin sichtbar darin das Elefantenhaus. Mit seiner geschwungenen Form passt sich das elf Meter hohe Gebäude gut in die Hügellandschaft ein. Die Aussichtsplattform in der Außenanlage bietet den Besuchern einen Ausblick auf das weite Freigehege mit den großen Badebecken für die Elefanten. Gleichzeitig dient diese Besucherplattform als Unterkunft für die Zebramangusten. Im Dezember 2011 erfolgte der erste Spatenstich für die Anlage. Im Juni 2012 begann die Firma Riedel Bau aus Erfurt mit den Betonarbeiten. Das Elefantenhaus ist als ein- bis zweigeschossiger Stahlbetonbau mit einer Fläche von 2145 Quadratmetern ausge- führt. Auf felsigem Untergrund flach gegründet, steht das Bauwerk auf Streifenfundamenten. Unter der vierzig Zentimeter starken Bodenplatte ist eine Glasschaum-Schotterschicht zur Dämmung eingebracht. Die bis zu elf Meter hohen geschwungenen Wände sind in Sichtbeton ausgeführt. Im Bereich des Vorgeheges ist die Fassade als Strukturbeton mit einer holzstabartigen Matrize in abgestuften Breiten und Tiefen ausgeführt. Betoniert wurden die Wände in zwei übereinanderliegenden Schalabschnitten, bis zu sechs Meter hoch und acht Meter lang. Die Matrizen sind mit einem speziellen Trennwachs behandelt. Um ein besseres optisches Bild und gute Konturen zu erhalten, wurde bereits nach einem Tag ausgeschalt. „So große Matrizen waren Neuland im Ortbetonbau und stellten für uns eine Herausforderung dar. Hinzu kamen die gebogenen Wände mit den zum Teil beachtlichen Öffnungen. Hier war unser ganzes Know-how gefragt“, erzählt Bauleiter Marco Dreßel von Riedel Bau. Auch das Innere des Gebäudes wird durch abgerundete Wände bestimmt. In der großen, gewölbten Halle empfangen die Besucher ein zentral angeordnetes Badebecken und eine großzügige Lauf- fläche für die Elefanten. Sitzflächen aus Beton laden Betrachter dazu ein, die grauen Riesen bei ihrem Spiel zu beobachten. Das gewölbte Dach mit großen Oberlichtern erzeugt bei Tageslicht ein schönes Lichtspiel auf die im Strukturbeton hergestellten Wände. „Die Entscheidung für Sichtbeton auch im Gebäude lag nahe, da die Elefanten und die groben Arbeiten der täglichen Reinigung und Pflege mit Technik im Haus derbe Anpralllasten und hohen Abrieb auf die Konstruktion hervorrufen. In der Regel sind die Wände da- her dreißig Zentimeter stark und in Betonfestigkeiten bis C 35/45 hergestellt“, erläutert Frank Kirsten von MKK-Architekten. Die Wände sind mit der natürlich anmutenden Matrize „Columbia“ von der Firma Reckli realisiert. Es entstand eine faltige Betonoberfläche, die der Elefantenhaut optisch sehr nahekommt. Eingesetzt wurde dafür ein CEM II/A-LL 42,5 R aus dem Lafarge Zementwerk Karsdorf. >> In der oberen Etage der Halle befindet sich eine Besucherloge mit Tagungsbereich. Weiterhin sind hier die Räumlichkeiten für die Pfleger. Sie sind so angeordnet, dass sie die Elefanten in der Halle und in den angrenzenden Boxen jederzeit beobachten können. Für die gesamte Baumaßnahme wurden insgesamt viertausend Kubikmeter Beton verbaut. Seine Lieferung erfolgte aus dem sechs Kilometer entfernten Transportbe- tonwerk der Firma Kies- und Beton. „Die Zusammenarbeit klappte reibungslos. Wir haben schon mehrere Projekte zusammen realisiert. Da weiß jeder Partner, worauf es ankommt“, sagt Vertriebsleiter Heinz Beckhuis. Bis zu dreißig Beschäftigte waren in Stoßzeiten für die Firma Riedel auf der Baustelle tätig. Es war eine nicht ganz all- tägliche Baustelle mit hohen Anforderun- gen, vor allem auch an die Sicherheit. Auf Grund der hohen Wände musste mit Ab- sturzsicherung gearbeitet werden. Fangnetze sicherten die Gerüste. Für das Dach wurde ein elf Meter hohes Traggerüst errichtet. So ist Bauleiter Dreßel auch besonders stolz darauf, dass alles unfallfrei verlief. Bis zum Sommer 2014 soll die acht Millionen teure Elefantenanlage fertig sein. Sieben erwachsene Tiere und deren Nach- wuchs können hier dann artgerecht gehalten werden. Damit ist nicht nur der Erfurter Zoo um eine Attraktion für die Besucher reicher. Es entsteht vor allem eine Anlage, in der sich die sensiblen Dickhäuter wohlfühlen werden. In der Regel sind die Wände dreißig Zentimeter stark und in Betonfestigkeiten bis C 35/45 hergestellt.“ „

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