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16 | LAFARGE FORUM | 1/2013 LAFARGE AKTIV Vor dieser logistischen Herausforderung stand im Frühjahr 2012 auch die Firma Klebl aus dem anhaltinischen Gröbzig. In dem Fertigteilwerk wurden in einem Großauftrag 22 Spannbetonbinder für das neue Verteil- zentrum von TNT Express in Hannover gefertigt. Bei der Herstellung kam ein Beton der Festigkeitsklasse C 55 / 67 mit dem Lafarge Zement CEM I 52,5 R - ft zum Einsatz. Der Zement zeichnet sich durch eine sehr hohe Früh- und Endfestigkeit sowie eine hohe Hydratationswärmeentwicklung aus. Er ist in besonderem Maße geeignet für Fertigteilwerke, vor allem für Spannbeton- elemente wie die 48 Meter-Binder. Jedes Bauteil brachte ein Gewicht von 65 Tonnen auf die Waage. Bei der Fertigung der Binder an modernsten Produktions- einrichtungen wurde zum Verdichten eine neue Form mit segmentweisem Einsatz der Schalungsrüttler eingesetzt. Produziert wurden die Fertigteile innerhalb von fünf Wochen. Dabei erforderte bereits der inner- Maßarbeit im XXL-Bereich Transporte mit Überlängen auf Autobahnen sind längst keine Seltenheit mehr. Nun sind 48 Meter selbst für einen Spezialtransport schon eine stattliche Länge. Noch interessanter ist allerdings die Frage, wie dieser erst einmal auf die Autobahn kommt. Schließlich haben die wenigsten Fertigungsstätten eine Direktanbindung an die Autobahn. betriebliche Transport von den Mitarbeitern ein hohes Maß an Konzentration. Bis alle Binder die 225 Kilometer von Gröbzig bis zur Baustelle in Hannover zurückgelegt hatten, vergingen zwei Wochen. Uwe Radtke, Geschäftsführer der Klebl GmbH erinnert sich: „Es war eine Premiere, denn Bauteile in dieser Größe haben wir noch nie gefertigt und transportiert.“ Jeweils vier Spezialfahr- zeuge im Konvoi mit je einem Spannbeton- binder galt es bei den Nachtfahrten zu navigieren. Sowohl die Fahrer der 54 Meter langen Autos als auch das mit Funk aus- gerüstete Begleitpersonal waren ausgewie- sene Fachleute. Dennoch verlangten bereits die 22 Kilometer von Gröbzig bis zum Auto- bahnanschluss Könnern den Beteiligten alles ab. Doch die Kolonne meisterte enge Ortsdurchfahrten und lange Kurven mit Präzision. Viel länger dürfen die in Gröbzig gefertigten Bauteile allerdings nicht werden. „Mit einigen Häuserwänden gingen die Fahrzeuge schon fast auf Tuchfühlung“, schmunzelt Uwe Radtke. Nun kommen Dimensionen wie diese zwar nicht mit jedem Auftrag ins Haus, doch auf Fertigteile nach Maß ist Klebl in Gröbzig spezialisiert. Dabei kann das Unternehmen auf eine Reihe von Referenzobjekten ver- weisen. Das Zentralstadion in Leipzig gehört ebenso dazu wie das neue Werk der Porsche AG in Leipzig, Rolls-Royce in Blankenfelde- Mahlow, das Logistikzentrum Wackler in Wilsdruff oder die Papierfabrik in Eisen- hüttenstadt.

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