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Dialog_3_2015

4 | DIALOG | NOVEMBER 2015 WERK UND UMWELT Glücklicherweise findet sich auf unserem Werksgelände kein Exemplar dieses hartnäckigen Wildwuchses. Ursprüng- lich stammt die Herkulesstaude aus dem Kaukasus und wurde schon im 19. Jahrhundert nach Europa eingeschleppt. Die Vermehrung erfolgte über die rund 30.000 schwimm- fähigen Samen, die unter optimalen Bedingungen acht bis zehn Jahre keimfähig bleiben. Die Pflanze besiedelt fast alle Standorte und kann sich schnell zu einer wahren Plage ausbreiten. Aufgrund ihrer schneller Vermehrung lässt sie sich nur schwer und nur über einen längeren Zeitraum wirksam bekämpfen. Neben der Verdrängung der heimischen Flora geht von der Riesenstaude auch eine erhebliche gesundheitliche Gefahr für den Menschen aus. Der Saft aller Pflanzenteile sowie die Pflanze selbst enthält Furocumarine. Das sind photosensibilisierende Substanzen, die in Verbindung mit Sonnenlicht teilweise schwere Entzündungen der Haut auslösen können. Die Entzündungen jucken stark, bilden auch Blasen und entsprechen Verbrennungen dritten Grades. Sie heilen oft erst nach Wochen ab und hinter- lassen auch Narben. Nicht nur für den Menschen, auch für Tiere wie Pferde, Rinder, Schweine, Hasen und Kaninchen ist der Saft der Riesenstaude gefährlich. Idealerweise bekämpft man die Herkulesstaude, indem man die Samen vor der Samenreife entfernt. Hierzu um- schließt man die Dolden gleich nach der Blüte mit Plastik- beuteln und entsorgt diese nach der Samenreife sicher. Alternativ gräbt man die rübenartige Wurzel zwischen April und Mai aus. Es muss aber mindestens 15 cm tief gegraben werden. Grundsätzlich gilt zum eigenen Schutz: • vollständige Bekleidung, Handschuhe und eine Schutz- brille mit seitlichem Schutz tragen. • Durchführung der Arbeiten bei bedecktem Himmel oder in den Abendstunden. • kein Einsatz von Freischneidern. Gelangt Pflanzensaft dennoch auf die Haut, sofort mit Wasser und Seife abwaschen und ggf. einen Arzt aufsuchen. Die betrof- fenen Stellen sollten mindestens für 48 Stunden nicht dem Sonnenlicht ausgesetzt und in den Folgemonaten mit Sonnencreme geschützt werden. Seit einigen Jahrzehnten breitet sich die zwischen zwei und vier Meter hochwachsende Staude, daher auch der Name Herkulesstaude, immer stärker aus. Hartnäckiger Wildwuchs – die Herkulesstaude

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