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Dialog_3_2014

DIALOG | SEPTEMBER 2014 | 5 WERK & UMWELT DIALOG | SEPTEMBER 2014 | 5 Wössinger Verfahren beeindrucken indonesische Besucher Hintergrund ist das Vorhaben der indone- sischen Regierung, ein nationales Maß- nahmenprogramm zur Begrenzung der CO2 -Emissionen in der Zementindustrie aufzulegen. Während des mehrtägigen Aufenthaltes in Deutschland besuchten sie mehrere Zementwerke und Aufberei- tungsanlagen für Ersatzbrennstoffe. Nach der Modernisierung 2009 verfügt das Werk über moderne Anlagen, die eine energie- effiziente und umweltschonende Produk- tionsweise ermöglichen. Seit Anfang 2014 hat es die Genehmigung für den Einsatz von 100 Prozent Ersatzbrennstoffen. Neben Mitgliedern der Ministerien gehörten der indonesischen Delegation Werks- und Produktionsleiter von Zementwerken und Recyclinganlagen an. Das Wössinger Werk hatte Martin Oerter vom Forschungsinstitut der Zementindustrie, Peter Brunner und Christian Kühne vom baden-württember- gischen Ministerium für Umwelt und Energiewirtschaft sowie von Sakina Wagner, Referentin für Umwelt und Energie bei der IHK Karlsruhe zu der Veranstaltung eingeladen. Werksleiter Stephan Schenk empfing die Gäste und stellte die Lafarge Gruppe und das Werk vor. Danach gab Martin Oerter einen Überblick über Entwicklung und Bedeutung des Einsatzes von Ersatz- brennstoffen in der deutschen Zement- industrie. Er ging auf die Investitionen und Genehmigungen ein, mit denen der Einsatz von EBS in Deutschland verbunden ist. „Je höher die Substitutionsrate fossiler Brennstoffe ist, desto höher sind die Anforderungen an den Ersatzbrennstoff“, betonte Martin Oerter. Eine zentrale Rolle im Umgang mit Ersatz- brennstoffen nimmt das Qualitätsmanage- ment ein. Nicht nur bei der Herstellung, auch im Zementwerk begleiten ständige Kontrollen den Weg der Brennstoffe. Darüber informierten die Mitarbeiter der jeweiligen Abteilungen. Neben dem Qualitätsmanagement ist auch die Kommunikation ein wichtiger Aspekt, der auf großes Interesse stieß. Stephan Schenk sprach über die Aktivitäten, um die Anwohner, Behörden und Nicht- regierungsorganisationen einzubinden. „Transparenz und der konstruktive Dialog sind für uns unerlässlich. So haben seit 2009 nahezu 4.000 Bürger an den ange- botenen Werksführungen teilgenommen“. Die Gäste zeigten sich beeindruckt vom Umfang der Maßnahmen, die mit dem Einsatz von Ersatzbrennstoffen in der Zementherstellung verbunden sind. Bei einem Werksrundgang besichtigten sie die Anlagen und verfolgten die Qualitäts- prüfung von Ersatzbrennstoffen. Nach einer abschließenden Frage- und Diskussions- runde verabschiedeten sich die Besucher mit dem Versprechen, die Wössinger über ihre Maßnahmen zum Einsatz von Ersatz- brennstoffen zu informieren. Am 17. Juni 2014 empfing das Lafarge Zementwerk Wössingen hoch- rangige Gäste. Die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) hatte sich mit einer Delegation von Vertretern der Ministerien für Industrie und Umwelt Indonesiens angesagt. Unter der Leitung von Emmy Suryandari, Ressortleiterin für Umwelt, und Dra. Endang Pratiwi, Ressortleiter für die Evaluation von Begrenzungsmaßnahmen, wollten sich die Besucher über den Einsatz von Ersatzbrennstoffen (EBS) in der Zementherstellung informieren.

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