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Dialog_2_2014

EMISSIONSBERICHT 2013 Das zurückliegende Jahr 2013 war das bisher erfolgreichste. Unsere Bemühungen, die Emissionen durch umfangreiche Maßnahmen weiter zu senken, zeigten Wirkung. So wurde die Anlage zur Eindüsung von Aktivkohlestaub getestet. Sie dient zur Reduzierung der Quecksilberemissionen. Weiterhin war das Jahr geprägt durch den Anlagenversuch mit einer Ersatzbrennstoff- rate von 80 % bzw. 85 %. Verschiedene Tests, insbesondere zur Zementqualität und der technischen Verfügbarkeit der Brennstoffan- lagen, erfolgten unter strenger Kontrolle der Emissionen. Das Regierungspräsidium wurde regelmäßig über die Versuche informiert und die täglichen Emissionsdaten übermittelt. Die in den Jahren 2008 und 2009 durchge- führte Modernisierung der Anlagentechnik, insbesondere der Filtertechnik, hat sich ausgezahlt. Die Ofenanlage sowie die Filter- technik befinden sich auf dem aktuellsten Stand der Technik. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 1.625 Tagesmittelwerte und 77.920 Halb- stundenwerte gemessen. Die Verfügbarkeit der Emissionsmessgeräte lag in der Zeit bei über 97 %. Der Betrieb der Ofenanlage lief stabil, bei zum Teil hoher Auslastung. Die externe wiederkehrende Emissionsmessung und die Funktionsprüfung der Messgeräte wurde durch die nach §26 BImSchG zu- gelassene Messstelle der Eurofins GmbH im Juli durchgeführt. Daneben fanden quartalsweise Wartungen der Messgeräte mit Driftprüfung durch den Hersteller statt. Wurden in 2012 noch insgesamt 5 Tages- mittelwerte an NOx (Stickstoffoxid) und 1 Tagesmittelwert NH3 (Ammoniak) über- schritten, lag die Überschreitungshäufigkeit in 2013 nur noch bei einem Tagesmittelwert an NOx. Diese Überschreitung war auf einen Anlagenstopp zurückzuführen. In Bezug auf die Gesamtzahl an Messergebnissen beträgt die Einhaltung der Grenzwerte 99,94 %. Bei den Halbstundenwerten lag die Über- schreitungshäufigkeit in 2013 bei 13 bei NOx und 23 bei Hg (Quecksilber). Gleich- wohl konnten die Grenzwerte in Bezug auf die Gesamtzahl aller Messungen zu 99,95 % eingehalten werden. „Maßgeblich für die Verbesserung waren die Entwicklung im Qualitätsmanagement der Brennstoffe, eine stabilere Prozessfahrweise und technische „Wir werden auditiert.“ Auch wenn die Prozesse sorg- fältig ausgearbeitet und dokumentiert sind, bedeutet eine solche Ankündigung für die Kollegen erhöhte Anspannung. „Ein Audit ist wie eine Klassenarbeit in der Schule“, weiß Umweltleiter Tino Villano. „Man wird geprüft, ob die bisherige Leistung und Anstrengungen erfolgreich waren.“ Anfang Mai stand im Werk Wössingen ein wiederkehrendes Umweltaudit an. Es ist Bestandteil eines Lafarge Standards. Er besagt, dass sich jedes Werk im Rhythmus von vier Jahren einem externen Umweltaudit unterziehen muss. Organisiert wird das Audit vom Technischen Zentrum in Wien. Die Um- weltgutachterorganisation URS kommt dazu in das jeweilige Werk. Steinbruchbetrieb, Werk und Management werden jeweils separat geprüft. So stehen die Dokumentation von Messungen, die Kommunikation sowie Mitarbeitertrainings und Geneh- migungskonformität auf dem Prüfstand. Das Audit nimmt fast eine ganze Woche in Anspruch. Den Abschluss bildet ein KLASSENARBEIT IM ZEMENTWERK Verbesserungen, die den Ausfall der Brenn- stoffzufuhr verringert haben“, so Tino Villano, Umweltleiter. „Daneben zeigte auch die testweise betriebene Anlage zur Eindüsung von Aktivkohle ihre positive Wirkung“. Deutliche Verbesserungen (im Vergleich zu 2012) haben wir bei der Emission aller Stoffe erzielen können. Für den Versuchs- zeitraum wurde der Grenzwert für NOx von auf 350 mg/Nm³ auf 320 mg/Nm³ gesenkt. Er konnte so deutlich eingehalten werden. Daneben konnten Verbesserungen in der Emission von Chlorwasserstoff und verschie- denen Schwermetallen erreicht werden. Mit der Genehmigung zum Einsatz von 100 % Ersatzbrennstoffen gingen weitere Senkungen der Grenzwerte einher. Dies gilt zum Beispiel für die Grenzwerte von Schwefeldioxid, Staub und Stickoxiden. Für Quecksilber wurde ein Zielwert verein- bart, der halb so hoch ist wie der durch die EU festgelegte Grenzwert. Gutachten, in dem alle geprüften Punkte sowie Empfehlungen und Abweichungen zusammengefasst sind. Dieses Gutachten wird sowohl dem Werk als auch dem Technischen Zentrum sowie der Lafarge Gruppe in der Hauptverwaltung in Paris vorgestellt. „Aufgrund unserer Anstrengungen in den letzten Jahren, gehen wir von einem sehr guten Ergebnis aus“, so Werksleiter Lutz Weber.

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