Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Dialog 1_2016

2 | DIALOG | JANUAR 2016 LEUTE IM WERK: ROLAND MELERSKI „Die CO2 -Emissionen zu mindern, ist für unsere Industrie ein wichtiges Ziel.“ Herr Melerski, was ist Ihr aktuell wichtigstes Projekt? Ab 2017 gelten neue Grenzwerte für NOx (von 320 auf 200 mg). Baden-Württemberg gehört zu den ersten Bundesländern, das diese Werte 2017 umsetzen muss. An unserer SNCR-Anlage* sind dazu wichtige Optimie- rungsmaßnahmen erforderlich. Die Investitionsmittel dafür sind bereitgestellt. Derzeit wird der gesamte Klinkerherstellungsprozess im Hinblick auf die neuen NOx-Grenzwerte optimiert. Was reizt Sie besonders an der Aufgabe als Prozess- koodinator und -optimierer? Maßnahmen wie die Anpassung an die neuen Grenzwerte erfordern ein kompetentes und engagiertes Team. Die bei- den jungen Prozessingenieure, mit denen ich arbeite, sind hochmotiviert und bringen neue Ideen ein. Ebenso wichtig ist ein gutes Netzwerk mit anderen Abteilungen im Werk. Wir arbeiten eng mit dem Leitstand, der Abteilung Umwelt und Genehmigungen und auch mit der Qualitätsabteilung zusammen. Ebenso bietet unser neuer Eigentümer CRH ein breites Netzwerk, auf das wir zugreifen können. So gibt es Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen. Da geht es sowohl um die Prozessoptimierung als auch um den Aus- tausch von Erfahrungen und „Best practices“. Mit unserer Ersatzbrennstoff-Rate sind wir durchaus Vorreiter für die die anderen Länder. Unser Wissen dazu geben wir gern weiter. Als Prozessmanager kümmert sich Roland Melerski im OPTERRA Werk Wössingen darum, dass von der Rohstoffgewinnung im Steinbruch bis zur Verladung des fertigen Zements auf die LKW alles rund läuft. Der Vater von zwei Kindern ist gebürtiger Niedersachse und lebt seit zehn Jahren im Süden der Republik. Nach seinem Ingenieur-Studium des „Technischen Umweltschutzes“ an der Technischen Universität Clausthal-Zellerfeld und seiner Promotion am KIT Karlsruhe begann Roland Melerski 2006 im Werk Wössingen seine Laufbahn als Prozessingenieur. Ein erstes Großprojekt, an dem er prozessseitig mitwirkte, war die Modernisierung des Werkes in den Jahren 2008 und 2009. Seit März 2014 ist Roland Melerski Leiter der Prozessabteilung und optimiert alle Abläufe im Werk. Zudem kontrolliert und analysiert er gemeinsam mit seinen zwei Mitarbeitern die Emissionen. Es geht ja immer besser oder optimaler. Wann sind Sie zufrieden? Wenn Versuche gut klappen und wir das Potenzial der Anlagen im besten Sinne ausschöpfen können. Dabei geht es um mehr als Kostensenkung. Wenn nämlich Stromver- brauch und Energiekosten gesenkt werden, heißt das auch, dass die CO2 -Emissionen gemindert werden. Das ist für unsere Industrie ein wichtiges Ziel. Sie leben seit fast 15 Jahren in Baden-Württemberg. Wie geht es einem Niedersachsen im Süden Deutschlands? Ich lebe ja schon seit 2001 in Baden-Württemberg und fühle mich süddeutschgen Raum sehr wohl. Zugegebener- maßen war der Dialekt anfangs gewöhnungsbedürftig. Inzwischen ist unsere Familie durchaus multikulturell: Meine Lebensgefährtin kommt aus Bayern, ich selbst aus Niedersachsen und unsere Kinder wachsen in Baden- Württemberg auf. Wir alle sind ausgesprochene Spätzle- freunde. Und damit im besten Sinne assimiliert. Herr Melerski, vielen Dank für das Gespräch! * SNCR: Selektive nichtkatalytische Reduktion von Stickoxiden

Seitenübersicht