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Dialog_1_2015

DIALOG | MÄRZ 2015 | 5 WERK & UMWELT REKULTIVIERUNG DES STEINBRUCHS IST FÜR DAS WERK VERPFLICHTEND Die Steinbruchgenehmigung aus dem Jahre 1968 verpflichtet uns als Eigentümer des Steinbruchs Böhnlich, diesen nach Beendigung seiner aktiven Nutzung zu rekultivieren. Der Auflage folgend ist der Steinbruch wieder vollständig aufzufüllen. Landwirtschaftlich nutz- bare Flächen sind wiederherzustellen. Bereiche, die unter Natur- schutz stehen, dürfen hingegen nicht oder nur unter Schaffung von Ersatzbiotopen verfüllt werden. Im August 2013 genehmigte das Regierungspräsidium Karlsruhe die Kriterien zur Verfüllung des Steinbruchs. Neben den Qualitäten ist auch eine maximale Anzahl von 60 LKW pro Tag geregelt. Unter Berücksichtigung saisonaler Schwankungen des Verkehrsauf- kommens können so an etwa 250 Arbeitstagen pro Jahr täglich im Durchschnitt 40 LKW zum Steinbruch unterwegs sein. Die gesamte Dauer der Verfüllung richtet sich nach der Verfügbarkeit von Erd- aushub in der notwendigen Qualität. Der nun beginnenden Verfüllung sind seitens des Werkes umfang- reiche Investitionen vorausgegangen. So wurden beispielsweise die Betriebswege asphaltiert, eine Reifenwaschanlage gebaut, eine LKW Waage installiert und Ersatzbiotope geschaffen. In den Steinbruch darf ausschließlich unbelasteter Erdaushub oder Ausbruchsmaterial verfüllt werden. Die Klassifizierung nach Bodenschutz ist Z0. Das Material stammt aus verschiedenen Steinbrüche müssen nach ihrer Nutzung rekultiviert werden. Hierfür werden in Baden-Württemberg etwa 13 Millionen Tonnen Erdaushub pro Jahr in die 250 betriebenen Steinbrüche eingebracht. Die Mengen stammen aus gemeinde- eigenen Projekten, privaten Bauaktivi- täten sowie aus Großprojekten. Regionen Baden-Württembergs. Auch ist für die Gemeinde Walz- bachtal eine Kapazität reserviert, um Erdaushub aus der Gemeinde zu verwerten. Sind die Qualitätskriterien gesichert, wird also Erd- aushub aus privaten Bauvorhaben ebenso in den Steinbruch verfüllt wie Aushubmaterial aus regionalen Bauprojekten sowie aus Groß- projekten wie dem Bahnprojekt Stuttgart – Ulm. Für das Projekt hat das Zementwerk einen Partner ausgesucht, der bis zur behördlichen Abnahme des rekultivierten Steinbruchs als neuer Betreiber tätig ist. Die Auswahl erfolgte sehr sorgfältig. Werkleiter Stephan Schenk betont: „Das Hauptaugenmerk lag auf der Qualitätssicherung, Erfahrungen im Umgang mit artenschutz- rechtlichen Angelegenheiten sowie einem Grundverständnis für Um- weltfragen und Arbeitssicherheit.“ Die Baulog S21 GmbH & Co.KG mit Sitz in Weilheim konnte hier mit ihrem Konzept überzeugen. Als neuer Betreiber obliegen ihr die Organisation und Gestaltung des Prozesses in vollem Umfang. Dass sie und das Zementwerk den konstruktiven Dialog mit Vertretern der Gemeinden und Interessen- gemeinschaften suchen, hat ein erstes Treffen im Rathaus Pfinztal- Berghausen im Januar 2015 gezeigt. Weitere werden, so Interesse und Bedarf besteht, mit Sicherheit folgen.

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