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Dialog_1_2015

4 | DIALOG | MÄRZ 2015 NEUES AUS DEM WERK Im April des vergangenen Jahres haben Lafarge und Holcim ihre Absicht bekannt gegeben, die beiden Unternehmen in einem „Zusammenschluss unter Gleichen“ zu vereinen. Um für das Vor- haben die nötigen regulatorischen und erforderlichen Bewilligungen der Wettbewerbsbehörden zu erhalten, ist die Ausgliederung einiger Vermögenswerte in bestimmten Ländern erforderlich. Seit Anfang Juli 2014 wissen wir, dass auch die Lafarge Standorte in Deutsch- land zur Veräußerung vorgeschlagen wurden. Damit erhält gleicher- maßen das Werk Wössingen einen neuen Besitzer. Anfang Februar dieses Jahres gaben Lafarge und Holcim bekannt, dass beide Unternehmen in der Folge einer verbindlichen Verpflich- tung exklusive Verhandlungen zum Verkauf verschiedener Aktivitäten – darunter der deutschen – mit dem irischen Baustoffkonzern CRH LAFARGE UND HOLCIM IN VERKAUFSVERHANDLUNGEN MIT CRH WERK WÖSSINGEN WIRD EBENFALLS VERKAUFT aufgenommen haben. Das Unternehmen ist Hersteller und Lieferant verschiedener Produkte für die Bauindustrie. 2013 hat CRH mit 76.000 Beschäftigten an über 3.400 Standorten einen Umsatz von rund 18 Milliarden Euro erzielt. Die Transaktion wird erst wirksam, wenn der Zusammenschluss von Lafarge und Holcim abgeschlossen ist, womit bis zum Ende des ersten Halbjahres 2015 zu rechnen ist. Neues Silo zur Lagerung von Braunkohlen- staub in Betrieb genommen Nach der Genehmigung zum Einsatz von 100 Prozent Ersatzbrenn- stoffen im Werk wurde der Betrieb der seit den 1970er Jahren bestehenden Kohlemahlanlage zunehmend unwirtschaftlicher. Die benötigten Mengen des fossilen Brennstoffes sind deutlich zurückgegangen. Daher haben wir uns entschlossen, den Petrolkoks nicht mehr vor Ort zu Kohlestaub zu mahlen. Als Brennstoff setzen wir zukünftig Braunkohlenstaub ein, der bereits fertig vermahlen im Werk angeliefert wird. Seine Lagerung erfolgt in einem speziell dafür gebauten Silo. Neben den wirtschaftlichen Vorteilen bietet die Umstellung auch eine Reihe von Verbesserungen für die Umwelt: • Verringerung des innerbetrieblichen Verkehrs, da das Abladen auf Halde und das Wiederaufladen mit Radladern auf Kipper entfallen. • Deutliche Verbesserung der diffusen Staubemission, da die offene Lagerung von Koks auf Halde unterbleibt. • Reduzierung der Staubemission aus den Kaminöffnungen, da das neue Silo nur eine Entstaubungsöffnung hat. Die alte Kohlemahl- anlage hatte einen Hauptkamin sowie drei Silos mit jeweils einer Entstaubungsöffnung. • Reduzierung der Lärmemission, da neben dem Wegfall der inner- betrieblichen Logistik auch die Mahlung entfällt. • Minimierung der Brand- und Explosionsrisiken bei gleichbleibend hohen Brand- und Explosionsschutzmaßnahmen für das neue Silo. Im November 2014 stellte die Werksleitung das Projekt in der öffent- lichen Gemeinderatssitzung vor. Das Regierungspräsidium Karlsruhe gab dem Antrag auf Genehmigung für den Wechsel im Dezember statt. „Mit der Inbetriebnahme des neuen Silos kann die Umweltleistung des Werkes insgesamt verbessert werden“, so Umweltmanager Tino Vilano.

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