Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

OPTERRA_Forum_2_2016

12 | OPTERRA FORUM | 2 - 2016 Modernste Technik Realisiert wird das von der GEWA Gruppe initiierte und von Wolf-Architekten / Ingenieure GmbH geplante Projekt durch die Baresel GmbH. Die Fertigstellung des Wohn- und Geschäftsbaus ist für Herbst 2016 geplant. Rund zehn Tage brauchten die Experten und Facharbeiter von Baresel für die Fertigstellung eines Geschosses. Geholfen hat dabei vor allem modernste Fördertechnik. Denn der komplette Rohbau des Turms ist aus Ortbeton. Ortbeton auf 95 Meter Höhe Mit einem leichten Brummen sorgt eine Betonpumpe auf Straßenniveau dafür, dass der mit Fahrmischern der Godel Beton GmbH angelieferte Beton durch ein fest verlegtes Rohr erst 35 m ins Gebäudeinnere und dann insgesamt 95 m in die Höhe gepumpt wird. Oben angekommen, wird er mittels eines steuerbaren Betonverteilermastes an die richtige Stelle geleitet. In 15 Minuten gelangen so rund 8 m3 Beton in das oberste Geschoss des Towers. Gekonnt leiten die Betonbauer das „graue Gold“ in die Schalungen, die geschossweise mit nach oben geklettert sind. Mit Rüttlern wird der Beton anschließend in der Schalung fachgerecht nachverdichtet. Damit das Betonieren reibungslos verläuft, muss nicht nur der angelieferte Beton immer die richtige Konsistenz haben, sondern auch der Betonverteilermast über drei Ge- schosse verankert werden. Gleichzeitig ist die Verankerung aber so zu gestalten, dass der Mast und die Steigleitung kontinuierlich mit nach oben klettern können. Gut gegründet Geschossweise sind die Betonprofis in den letzten Wochen und Monaten immer weiter nach oben gewandert; zuerst die Wände, anschließend die Decken. Begonnen hat alles mit einer durchgehend betonierten Bodenplatte in 2,5 m Dicke. Diese ist gegründet auf rund 115 Bohrpfählen. Unter der Tiefgarage mit Platz für 140 PKWs gehen die mit einem Durchmesser von 90 cm dicken Bohrpfähle zwischen 16 und 22 Meter tief in den Boden. Unter dem Turm selbst sind die Bohrpfähle sogar 120 cm dick und reichen 25 Meter tief. Für die Bohrpfähle und Bodenplatte kam ein Beton der Güte C 35/45 mit einem CEM I 42,5 R der OPTERRA Wössingen GmbH zum Einsatz. Stützen fertigten die Betonbauer mit einem C 50/60 und einem CEM I 42,5 R, die Decken und Wände mit einem C 30/37 und ebenfalls einem CEM I 42,5 R. Bis zum 20. Geschoss haben die Decken eine Dicke von 28 cm, danach erhöht sich die Dicke auf 35 cm, um die Kräfte der auskragenden Geschossgrundrisse aufnehmen zu können. Darüber hinaus wurde in den Decken ab dem 23. OG die komplette Haustechnik inklusive Kühlung über Betonkernaktivierung integriert. Neben den Wänden und Decken galt es, die Schächte der insgesamt vier Aufzüge sowie zwei separate Treppenhäuser zu erstellen. Durchdachtes Konzept In den Neubau integriert, aber dem Turm vorgelagert, ist der Halbrundbau für ein Business-Hotel der Hotelkette nordic hotels mit einer Nettofläche von ca. 4.500 m2 . Es verfügt dann über 123 Zimmer, Frühstücksraum, Bar, Lobbybereich sowie 77 Stellplätze in der Tiefgarage. Zwei Drittel der insgesamt 65 Eigentumswohnungen des ambitionierten Bauprojektes sind bereits verkauft. Während in den obersten Etagen noch betoniert wird, startet in den unteren Geschossen bereits der Ausbau mit Glasfassaden und Balkonen. OPTERRA FOKUS >>

Seitenübersicht