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OPTERRA_Forum_1_16

6 | OPTERRA FORUM | 1 - 2016 OPTERRA AKTUELL Traditionell werden in Deutschland Zemente mit zwei oder drei Hauptbestandteilen mittels gemeinsamer Mahlung produziert. Die entsprechenden Ausgangsstoffe werden gemäß ihrer Massen- anteile auf die Zementmühle aufgegeben, zerkleinert und dabei gleichzeitig homogenisiert. Auf Grund unterschiedlicher Mahlbarkeiten werden leichter mahlbare Ausgangsstoffe im Zement üblicherweise fein, schwer mahlbare Stoffe dagegen grob aufgemahlen. Somit kann die eigentliche Leistungsfähigkeit der Einzelbestand- teile nicht optimal ausgenutzt werden. OPTERRA geht hier einen neuen Weg: Dabei werden die Zementhauptbestand- teile jeweils für sich allein und damit getrennt gemahlen und erst im folgenden Prozessschritt optimal miteinander abgemischt. Diese Neuerung hat mehrere Vorteile, wobei der wesent- liche in der verbesserten Leistungsfähigkeit des Zements im Beton liegt. Durch die optimierte Kombination der Korn- größenverteilungen der einzelnen Zementhauptbestand- teile wird vor allem der Wasseranspruch des gemischten Zements deutlich gesenkt. Bei konstantem Zementgehalt und Wasser-Zement-Wert im Frischbeton kann der An- wender eine klar verbesserte Verarbeitbarkeit, d.h. eine günstigere Verarbeitungskonsistenz und ggf. reduziertes Rücksteifen, erwarten. Der OPTERRA Zement ist im Frisch- beton gegenüber vergleichbaren Normzementen deutlich leistungsfähiger und erspart zusätzliche Additive. Zudem wird der Zement durch das Mischen nochmals gleichmä- ßiger. Der Anwender kann sich exakter auf die gelieferten Produkteigenschaften in seinem eigenen Prozess einstellen. Durch die Optimierung wird der Festbeton dichter und langlebiger, da das Eindringen schädlicher Stoffe und Ver- bindungen erheblich erschwert wird. Insgesamt ist davon auszugehen, dass die Qualität der Zemente nochmals deutlich verbessert wird. Es gibt weniger Fehlermöglichkeiten im Gesamtprozess. Das Risiko von ungewollten Vermengungen wird signifikant minimiert. Ein weiterer langfristiger Vorteil: Das moderne Herstellungs- verfahren erlaubt die Produktion klinkerärmerer und somit umweltfreundlicher Zemente, die die gleiche Leistungs- fähigkeit wie die heutigen Zementen aufweisen. Weniger Portlandzementklinker und mehr alternative Zumahlstoffe – das ist ein Vorteil für die Umwelt, da die spezifischen CO2 -Emissionen deutlich reduziert werden. Mittels der getrennten Mahlung und Mischung sollen zu- künftig die Karsdorfer Portlandkalksteinzemente und ein weiterer Portlandkompositzement hergestellt werden. Dazu wird neben der bereits bestehenden Produktionslinie im Mischturm eine zweite, deutlich leistungsfähigere, installiert. Diese Erweiterung geht mit einem Investitionsvolumen von etwa 3 Millionen Euro einher. Ab dem zweiten Quartal 2016 können jährlich bis zu 600.000 Tonnen der genannten Sortimente produziert werden. OPTERRA Innovativ Optimierte Zemente durch getrenntes Mahlen und Mischen

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